Anbau

Der Kakaoanbau heute


Der Kakaobaum wächst nur in den wärmsten Zonen der Erde - in den Äquatorial-Ländern rund um den Globus. Gleichmäßige Wärme und hohe Boden- und Luftfeuchtigkeit sind wichtige Voraussetzungen für gutes Gedeihen der Kakaobäume.

Die botanische Spezies "Theobroma Cacao" gliedert sich allgemein in die Sorten Forastero, Criollo, Trinitario und Nacional und deren Hybriden. Der robuste und ertragreiche Forastero ("Fremdling") wird vorwiegend in Brasilien und in afrikanischen Ländern angebaut und findet als Konsum-Kakao und zur Herstellung von Schokoladenmischungen Verwendung. Edel-Kakaos machen nur etwa 5 % der Welternte aus. Edel-Kakaosorten wachsen am besten in den Anbaugebieten von Mittel- und Südamerika, der Karibik, Madagaskar und auf einigen Inseln Asiens.
So wird z. B. die Edel-Kakao-Sorte Arriba in Ekuador angebaut, und auf Java wächst Trinitario. Aus Tobago, Madagaskar und Neuguinea kommen ebenfalls hervorragende Edel-Kakaos.

Kakaoblüten und -früchte am Baum

Kakaobaum mit reifen Früchten


Der Kakaobaum blüht und trägt das ganze Jahr über Früchte. Die Früchte, die innerhalb von etwa fünf Monaten aus den winzigen Blüten herauswachsen, haben bei der Ernte eine Länge von 15-20 cm und ein Gewicht zwischen 300 und 500 g. Sie sind dann orangebraun (z. B. Criollo) oder gelbgrün (z. B. Forastero).
Die reifen Früchte werden zur Ernte dicht am Stamm mit Macheten oder hakenförmigen Messern abgeschnitten und müssen gleich weiterverarbeitet werden. Am Sammelplatz werden die Kakaofrüchte sofort sehr vorsichtig geöffnet. Ihr Inneres ist schaumig weiß. Die Kakaobohnen sind in ein sahneartiges
Fruchtfleisch, die sogenannte "Pulpa", eingebettet. Die ausgelösten Kakaosamen werden zu Haufen aufgeschichtet, mit Bananenblättern abgedeckt und dann zur Gärung gebracht.

Kakaoernte

Kakaofrüchte werden geöffnet


Göffnete Kakaofrucht

Kakaobohnen vor der Fermentation


Die Fermentation ist ein komplizierter Prozess, der bei einer Temperatur von etwa 45° C abläuft. Das weiße Fruchtfleisch zersetzt sich, die Bitterstoffe in den Kakaobohnen werden abgebaut und das typische Kakao-Aroma entwickelt sich. Durch Oxidation werden die Kakaobohnen braun.
Nach etwa einer Woche werden die Kakaobohnen auf großen Tischen ausgelegt und in der Tropensonne getrocknet. Dies dauert bis zu zehn Tage. Mit einem Feuchtigkeitsgehalt von fünf bis acht Prozent sind die Kakaobohnen dann lager- und transportfähig.

Nach der Fermentation und tagelanger Sonnentrocknung entwickeln die Kakaobohnen ihr typisches Aroma und die schokoladenbraune Färbung. In Jutesäcke gefüllt oder in gut durchlüfteten Containern gelangen die Kakaobohnen auf dem Seeweg in die Verarbeiterländer.

Die Kakaobohnen werden aufgehäuft...

...und mit Bananenblättern abgedeckt.


Kakaobohnen nach der Fermentation

Kakaobohnen trocknen in der Sonne


Kakaobohnen gehen auf Seereise